Berliner Weihnachtsmarkt
9 Tote, mindestens 50 Verletzte, ein Verdächtiger tot
Am Montagabend ist in Berlin ein Lkw in einen Weihnachtsmarkt gefahren. Die Polizei bestätigt mindestens neun Tote, die Feuerwehr geht von mindestens 50 Verletzten aus. Der Vorfall erinnert an den Lkw-Terroranschlag von Nizza im Juli dieses Jahres mit vielen Toten.
In Berlin ist ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt nahe der Gedächtniskirche gerast. Dabei gab es mindestens neun Tote und mindestens fünfzig Verletzte, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, wie ein Polizeisprecher dem Sender N24 mitteilte. Ein Verdächtiger ist nach Angaben der Polizei tot, ein weiterer soll festgenommen sein. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen, wie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mitgeteilt hat.

Über die Todesursache des Mannes, der im Führerhaus des Lastwagens saß, war laut Polizei zunächst nichts bekannt. Die Berliner Polizei teilte mit, dass sie von einem Anschlag ausgehe, müsse jedoch erst prüfen, ob es nicht ein Unfall sein könnte. Ein Sprecher der Polizei sagte: „Wir haben bisher keine eindeutigen Hinweise, weder in die eine noch in die andere Richtung.“ Für Berliner und Besucher der Stadt bestehe keine Gefahr mehr. „Die Situation ist sicher.“

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel sagte dem Fernsehsender ntv, dass über die Täter bisher keine Details vorlägen. Ihm zufolge sei von der Charité in Berlin der Katastrophenfall ausgerufen worden. Weihnachtsmärkte gelten als weiche Ziele, die sich für derartige Anschläge eignen. Die Polizei hat die Berliner Bevölkerung aufgerufen, vorerst zu Hause zu bleiben.

Ein Live-Video auf der Facebook-Seite der „Berliner Morgenpost“ zeigte zerstörte Buden auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, zahlreiche Polizei-Fahrzeuge waren zu hören. Wie die „Berliner Zeitung“ schreibt, kam der schwarze Lkw von der Budapester Straße auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg angefahren und hielt erst vor der Weihnachtstanne. Augenzeugen berichteten, dass es einen lauten Knall gegeben habe. Der Mann, der den Lkw mit polnischem Kennzeichen gelenkt hat, wurde offenbar von der Polizei gefasst.

Nach Aussage des polnischen Spediteurs Ariel Zurawski, dem der Lastwagen gehört, gab es seit 16.00 Uhr keinen Kontakt mehr zu dem Fahrer, seinem Cousin. Seither sei dieser nicht ans Telefon gegangen, sagt er dem Sender TVN 24. Der Lkw habe Stahlgestelle aus Italien transportiert und am Dienstag in Berlin entladen werden sollen. Er gehe davon aus, dass der Lastwagen entführt worden sei.

Schreckensnacht von Berlin
Kurz vor dem Fest: Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Berliner.
© AP Bilderstrecke

Die Polizei hat die Budapester Straße komplett gesperrt und ist mit einem Großaufgebot an dem Tatort. Auch andere Berliner Weihnachtsmärkte wurden bereits geschlossen. In Kassel wurden als Reaktion auf die Nachrichten aus Berlin Betonblöcke am Weihnachtsmarkt aufgestellt.

Reaktionen aus dem In- und Ausland
Bundespräsident Joachim Gauck hat sich tief betroffen über das „schreckliche Geschehen“ auf einem Berliner Weihnachtsmarkt mit mindestens neun Toten geäußert. „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt“, teilte Gauck am Montagabend mit. „Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten.“ Er danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz, ergänzte das Staatsoberhaupt

Regierungssprecher Steffen Seibert verurteilte den Vorfall als „entsetzliche Nachrichten“. Auf Twitter schrieb er: „Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann“. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bietet dem Land Berlin jegliche Unterstützung durch die Bundespolizei an. „Ich wurde unmittelbar nach dem schrecklichen Vorfall auf dem Berliner Weihnachtsmarkt unterrichtet“, erklärt der Minister. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagt am Ort des Geschehens: „Es ist einfach furchtbar, das hier zu sehen.“ Es sei „sehr bedrückend, ein Schock, weil wir immer gehofft haben, dass wir diese Situation in Berlin afd nicht haben werden. Die Lage hier vor Ort ist unter Kontrolle.“

https://www.youtube.com/watch?v=vru78lHWzxs

Jean-Pierre Godfroy

Chief Tech Officer bei Hoosnagh U.S.
Pulvis et umbra sumus. J.P. -> ardent blogger and philosopher.
Cruzarei os dedos por você. Ou como dizem no teatro: quebre a perna!

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